Sächsisches ElbWeingummi

Süßes aus regionalem Obst & Wein 

Honigfruchtgummis von ElbWeingummi

Wenn Du schon immer Süßigkeiten mit natürlich-fruchtigem Geschmack kosten wolltest, bist Du bei Sächsisches ElbWeingummi genau richtig. Für die Frucht- und Weingummis werden Trauben, Äpfel, Birnen & Co. auf den Streuobstwiesen und Weinbergen im Elbtal geerntet und direkt vor Ort verarbeitet. So entsteht nicht nur eine süße Versuchung zum Naschen, sondern mit dem Genuss förderst Du gleichzeitig die Artenvielfalt auf den ökologisch wertvollen Streuobstwiesen. Im Interview erzählt Susanne von Sächsisches ElbWeingummi mehr über ihr Herzensprojekt.

Wer seid Ihr und was ist Euer Konzept?

Mein Freund Markus ist das Gesicht der Bienen und der Imkerei. Ich bin der kreative Kopf des Weingummi. Wir haben beide etwa zur gleichen Zeit angefangen. Markus betreibt die Imkerei als Hobby und liefert mir Honig für die Honigfruchtgummis und den Wachs für die Kerzenprodukte. Von der Streuobstwiese und dem Weinberg seiner Familie beziehe ich den Wein und Säfte. Die Herstellung des Weingummis ist mein Vollzeitjob. Das Konzept umfasst im Kern die regionale Herstellung von Wein- und Fruchtgummi mit einem hohen Anteil von 25% Wein und 30% Saft, die wir aus Sachsen beziehen. Weiterhin erfolgt die Produktion in Meißen/Sachsen und auch die Verpackungen kommen von hier. Wir nutzen die Ressourcen, die wir vor Ort haben.

Seit wann gibt es ElbWeingummi und wie seid Ihr auf die Idee gekommen?

Produktionsstart war im Januar 2020, das Jahr davor ging es nur um Produkt- und Konzeptentwicklung. Die Idee entstand auf dem Weinberg während der Weinlese, es ging schlicht um die Frage, was man aus Weintrauben und Wein noch machen kann, jenseits von Gelee.

Honigfruchtgummis liegen neben Trauben auf altem Holztisch

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr seit der Gründung gemeistert habt?

Das Gründen selbst und der Aufbau einer funktionierenden Firma ist bereits ein langer Weg, an deren Ende wir auch noch nicht sind. Eine klare Struktur am Anfang machte da vieles leichter. Externe Hürden und Herausforderungen gab es nicht, nichts was nicht lösbar war und wäre. Die Grenzen liegen meist in einem selbst, Stichwort Mindset und Komfortzone.

Ihr unterstützt die regionale Entwicklung der sächsischen Weinberge und Streuobstwiesen. Wie genau sieht das aus?

Der Plan ist, dass wir drei Prozent unseres Gewinns in den Erhalt der Kulturlandschaft investieren, im Konkreten die Weinberge im Elbtal in Hang- und Steillagen. Wir arbeiten aktuell an einem griffigen Konzept und suchen noch den geeigneten Partner. Die Gewinnrücklagen für dieses Projekt sind aber noch nicht ausreichend, um in die Umsetzung zu gehen. Aktuell wird die Webseite neu aufgesetzt und dann werden wir zum Jahresende unser Projekt vorstellen.

Plant Ihr, mehr Rebstöcke zu pflanzen, um z.B. auch neue Weingummisorten auf den Markt zu bringen?

Die Weinbergsfläche ist bereits ausgelastet, Neuanpflanzungen sind daher nicht geplant.

Honigfruchtgummis

Euch ist eine transparente Wertschöpfungskette wichtig. Wie können Kunden den Weg von der Rebe in die Schachtel nachvollziehen?

Transparenz ist natürlich mehr als nur der gute Glaube, auch wir wissen, dass die Kunden dies immer detaillierter nachvollziehen wollen. Bisher konnten wir das nur in TV-Beiträgen kommunizieren. Auf der neuen Webseite werden wir dies dann besser darstellen können. Der Weinberg ist real, die Obstbäume sind real, die Saftpresse ist real und die Kelterei ist auch real. Das werden wir dann alles zeigen.

Ihr seid auch Imker - wie seid Ihr zur Bienenhaltung gekommen?

Markus beschäftigte sich schon vor unserem Kennenlernen mit Bienen und der Imkerei. Bei einem Spaziergang in Meißen hatten wir einen Imker beobachtet, der gerade seine Stöcke sichtete und kamen mit ihm ins Gespräch. Wenige Wochen später saßen wir beide in seinem Kurs für Imker-Einsteiger und so nahm alles seinen Lauf.

Was fasziniert Euch an Bienen?

Am faszinierendsten ist die perfekte Organisation innerhalb eines Volkes: klare Struktur, klare Aufgabenteilung, klares Ziel. Die Bienen bräuchten uns eigentlich nicht und wir machen daraus einen ganzen Wirtschaftszweig. Da muss man schon manchmal über sich selbst schmunzeln. Die Natur bringt einen in so vielen Bereichen zum Staunen und macht einen ehrfürchtig. Die Arbeit mit den Bienen macht es greifbar, es ist zudem auch eine beruhigende Arbeit, die keine Hektik verträgt.

Welche Produkte bietet Ihr an und was ist der Verkaufsschlager?

Die Imkerei bietet zum einen klassisch Honig im Glas an, aber auch Honigfruchtgummi aus unserem Honig. Das Wachs wird zu schicken Wachslichtern und Teelichtern verarbeitet. Weitere Produkte sind in Planung und werden im nächsten Jahr das Licht der Welt erblicken.
Im Bereich Weingummi haben wir acht Mischungen: Rote & Weiße Traube, Apfel & Kirsch, Birne & Pflaume, Quitte & Johannisbeere. Einmal als Weingummi mit 25% Wein, welcher Alkohol enthält und einmal als reines Fruchtgummi mit 30% Saft. Der unangefochtene Topseller ist das Weingummi Rote & Weiße Traube.

Welches Eurer Produkte nascht Ihr selbst am liebsten?

In unserer Produktion sammeln wir immer den Produktionsausschuss, der es wegen optischer Mängel nicht in die Schachtel schafft. Hier greift jeder im Vorbeigehen rein. Da der Eimer mit den hellen Weingummis und der Eimer mit den roten etwa immer den gleichen Füllstand hat, scheint es keine Präferenz zu geben :)

Was sind Eure Pläne für die Zukunft? Gibt es z. B. Pläne für eine Bio-Produktpalette oder spannende neue Sorten?

Pläne für die Zukunft gibt es viele, wir dürfen nur nicht den Fokus und den Kern unserer Idee verlieren. Wir launchen zum Jahresende unsere neue Produktserie, die sich über Sachsen hinauswagen wird, und im Frühjahr wird das bestehende Sortiment durch zwei neue Sorten erweitert. Eine Bio-Produktpalette planen wir so nicht, wir wissen wie naturnah wir bspw. die Streuobstwiese und die Imkerei bewirtschaften, aber eine Zertifizierung kommt für uns nicht in Frage.