Hohe Fetthenne

Bienenfutter im Oktober

die Hohe Fetthenne

Bei der Gartengestaltung kommt es darauf an, dass es möglichst schön blüht? Mitnichten! Immer mehr Menschen wollen nicht nur ihr eigenes kleines Paradies schaffen, sondern Bienen und Insekten etwas Gutes tun. 
Um sich und ihre Brut ernähren zu können, benötigen die wichtigen Bestäuber Nahrung in Form von Pollen und Nektar. Besonders im Frühling und Herbst ist Futter mitunter schwer zu finden und auch nicht jede Pflanze bietet Nahrung: Manche Blüten produzieren von Natur aus keinen Pollen oder Nektar. Andere sind vom Menschen auf möglichst prächtige Blüten gezüchtet worden - leider auf Kosten der für Bienen so wichtigen nektarspendenden Pflanzenorgane. Doch ein bienenfreundlicher Garten ist gar nicht so schwer anzulegen und steht in Sachen Blütenpracht konventionellen Gärten um nichts nach - die Bienen freuen sich umso mehr. Heute: die Hohe Fetthenne.

Bienenfact

Reiches Nektarangebot für spät fliegenden Wildbienen.

Steckbrief

Botanischer Name: Sedum telephium
Blütezeit: VIII-X
Standort: sonnig, halbschattig
Boden:  kiesig, lehmig
Aussaat/Pflanzung: März bis Mai

Zugegeben, der Name der Hohen Fetthenne (Sedum telephium) ist wenig schmeichelhaft. Doch das Dickblattgewächs ist eine wahre Gartenfreude für Mensch und Biene. Während sie Dich im Frühjahr mit ihrem attraktiven Austrieb der blau-gräulich getönten Blätter beeindruckt, fällt sie im Herbst vor allem durch ihr Farbspiel von weißlich-grünlichen Knospen hin zu rosa bis purpurroten Blüten auf. Auch die Bienen und Schmetterlinge scheinen das Farbspektrum der vielen sternförmigen Einzelblüten zu lieben: Von Juli bis in den Oktober geben sie noch jede Menge Pollen und vor allem Nektar her. Doch auch im Winter zieren die Samenstände der pflegeleichten Pflanze Deinen Garten. 

Um den Bienen die leckeren Wintervorräte der Hohen Fetthenne anbieten zu können, eignet sich eine Aussaat von März bis Mai. Das anspruchslose Doldengewächs entwickelt sich ausgezeichnet auf kiesigen, lehmigen Böden an sonnigen Standorten. Zudem kommen die Fetthennen gut mit Trockenperioden zurecht. Denn durch ihre sukkulenten Blätter haben sie einen eigenen hervorragenden Wasserspeicher.